Es ist sicher ein kompliziertes Thema. In der Regel haben Dialysepatienten einen Grad der Schwerbehinderung von 100%. Das heißt aber nicht 100% Erwerbsminderung oder Berufsunfähigkeit! Dies kann ich aber nicht so pauschal stehen lassen. Zunächst wird man die gesundheitliche Verfassung des Betroffenen anschauen. Ist er in der Lage, seinen erlernten Beruf noch auszuüben, sind seine Dialysezeiten am Abend oder in der Nacht, gibt es für ihn die Möglichkeit der Heim-Hämodialyse, etc.? Ist man nicht mehr in der Lage, seinen Beruf weiter auszuüben, sollte man eine alternative Lösung suchen und mit entsprechenden Stellen Kontakt herstellen. Das sind im Einzelnen: zuständiger Dialysearzt, Schwerbehindertenvertretung des Betriebs, das Integrationsamt, das Arbeitsamt; aber auch die Krankenkasse und die Deutsche Rentenversicherung sind in jedem Fall Ansprechpartner, um für einen die beste berufliche Lösung zu finden. Ich glaube, Arbeit zu halten oder zu haben und zusätzlich Dialysebehandlung, ist für uns Behinderten in der heutigen Zeit und Gesellschaft nicht einfach. Als Behinderter muss man kämpfen, sich mit den Institutionen auseinander setzen, um im Arbeitsleben bestehen zu können. Manchmal ist es notwendig, eine Umschulung zu machen oder innerhalb der Firma zu wechseln. Wichtig ist - meiner Meinung nach - eine sinnvolle Beschäftigung zu haben, damit das Bewußtsein und die Psysche von der realen Behinderung abgelenkt wird.
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