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das ist Dr.Schüler, der erstmal in Deutschland Kinder dialysiert hat |
..... und mit einer 6 jährigen Patientin |
George kam aus England zur Dialyse |
Vom klinischen Standpunkt aus, gab es nicht für jeden Patient den geeigneten Dialysator und die passende Dialysespülflüssigkeit(heutzutage für jeden Patienten individuell). Übelkeit, Erbrechen und Blutdruckabfälle waren an der Tagesordnung. Auch Blutverluste durch Rupturen waren keine Seltenheit.
Bei Kindern waren Gefäßzugänge wie Shunts undenkbar und nur Scribner-Shunts, die nie auf Dauer hielten, machten öfters Komplikationen, wie Blutungen, Entzündungen oder Thrombosen.
Befürchtungen, dass die Dialyse bei Kindern seitens des Gefäßzuganges über Wochen, Monate oder sogar Jahre nicht durchführbar sei, hatten sich zum Glück nicht bestätigt. Dank der technischen Fortschritte und der zunehmender Erfahrung konnten die anfängliche Schwierigkeiten der Dialysebehandlung bei Kindern reduziert werden.
Das ist während der Dialyse |
Weihnachtsfeier mit den Kindern |
die Dialysekinder verkauften am Krankenhaus-Basar die Sachen, die sie während der Dialyse gebastelt hatten |
Fasching in der Kinderdialyse
die Schwestern kümmern sich liebevoll um die kleinen Patienten
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1971 wurden erstmals in Heidelberg bei Jugendliche über 14 Jahren eine Cimino-Fistel, die man mit 2 Nadeln punktierte, gelegt. Wir waren froh, dass wir uns nun erstmals wieder mit Armen und Beine in die Badewanne legen konnten.Der Nachteil waren die Schmerzen; von nun an wurden wir Jugendlichen mit 2 Nadeln punktiert. Da die Gefäße nicht sehr gut ausgebildet waren, kam es öfters vor, dass 3 - 5 mal punktiert wurden. (Single Needle Funktion gab es noch nicht). Anfangs wurden 2 mal 12 Stunden, dann 2 mal 10 Stunden und spater 3 mal 8 Stunden dialysiert.
Da es durch die Bindung an die künstlichen Niere grosse psychische und physische Belastungen ausgesetzt waren, bemühte sich Dr. Schüler und sein Pflegepersonal, den Patienten das Leben an der Maschine so erträglich wie möglich zu machen.
Man legte grossen Wert, dass die junge Patienten während der Dialyse durch Spielen untereinander, durch Lernen mit einem Lehrer oder Spielen mit dem Pflegepersonal oder einem Beschäftigungstherapeuten abgelenkt wurden.
Christkindbescherung an der Dialyse |
nach einer anstrengenden Dialyse |
Kinder an der Dialyse in Heidelberg 1974 |
die Schwestern sind mit den Patienten beschäftigt
auch während der Dialyse wird rumgeturnt |
und nach der Dialyse wird noch ein wenig erzählt |
Auch im privaten Bereich versuchte Dr. Schüler mit den Eltern der dialysepflichtigen Kinder persönliche Kontakte zu halten und alles zu unternehmen, dass die Kinder und Jugend liche eine Schulausbildung bez. eine Berufsausbildung erlangen konnten. In seiner Freizeit organisierte er mit seinem Team für die jungen Patienten Zoobesuche, Kino- und Theateraufführungen, Faschingsfeste und Grillfeste und alljährlich zur Weihnachtszeit wurden die Heidelberger Spielzeuggeschäfte zur Spende aufgerufen, um die Dialysekinder an einer Weihnachtsfeier zu beschenken.
Christkindbescherung an der Dialyse |
da muss man vorher Weihnachtslieder singen |
Nach meiner Meinung wurde durch die entsprechende Behandlung von Dr. Schüler und seinem Team die Psysche der Kinder gebessert und stabilisiert, wobei ihnen eine aufklärende, angstarme und vertrauensspendende Umgebung die Bewältigung ihres Schicksals erleichterte.
dies ist der erste Dialysepfleger (seit 1968) |
Theo Janezek und J. Fellhauer, Dialysetechniker |
Josef Magasi, Erfinder und Techniker |
die ganze Dialysestation |
oder grillt beim Dialysefest |
Nach und nach wurden in Deutschland in anderen Dialysezentren wie Köln, Frankfurt u.s.w. Kinder dialysiert und die Kinder von Heidelberg, die näher zum Heimatort dialysiert werden konnten, wurden dorthin verlegt.
Thomas Lehn (Artikel im "der Dialysepatient", 1997)