© by Thomas Lehn 20.08.2010
last updated 25.02.2011

40 Jahre Dialyse
Jubiläumsfeier

1970 - Vor meiner ersten Hämodialyse (links) und nach der dritten Dialyse (rechts) in der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg.

1970 - damals wurde 3 x 12 Stunden dialysiert

30 Jahre Dialyse

Festprogramm

Festprogramm

Samstag, 21.08.2009

40 Jahre Dialyse – Thomas Lehn
"lebenslänglich, das Leben ist hart aber schön"

15:00 Uhr Sektempfang

ca. 15:30 Uhr Beginn

Indro (Musikstück)

Kurze Vorstellung u. Begrüßung von Martin Müller und Willi Koller

"In memoriam"
PP Präsentation Erinnerung an Freunden / Ärzte, die verstorben sind

Grußworte:

Dr. G. Renschin / Leiter KFH Nierenzentrum Mainz

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. E. Ritz / Nierenzentrum Heidelberg

Frau B. Süper, Bereichsleiterin Systemdienste, LDI Landesbetrieb Daten und Information Rheinland-Pfalz

W. Koller / stellvertr. Vorsitzender Bundesverband Niere e.V. / Vors. Nierenpatienten Mainz e.V.

M. Müller / stellvertr. Vorsitzender Junge Nierenkranke Deutschland e.V. / Regionalleiter Saarland

"Ein Diamand in meinem Leben"
PP Präsentation mit Musik (Meine Frau Beate ist seit 35 Jahre mit mir und der Dialyse verbunden!!)

Ansprache Otfried Herrmann (Vorstandsvorsitzender IG Mainz)

Pause 15 bis 20 Minuten

"40 Jahre Dialyse Thomas Lehn"
PP Präsentation

Laudatio:

Dr. H. Tonessen, früherer Dialysearzt in der Kinderdialyse Chirurgie Heidelberg 1972

Festvortrag:

Thomas Lehn

Thomas Lehn, PP Präsentation "Lebensbilder"

Ende
ansch. Buffet mit Musikuntermalung

durch das Programm führten meine Freunde Willi Koller und Martin Müller

Fotos von Stefan Lehn

Fotos von Martin Müller

Fotos von Thomas Seiler

Begrüßung

in memorian

Dialysezeiten

Lebensbilder

der Diamant in meinem Leben

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Welcome to my Life.............

40 Jahre Hämodialyse -
Thomas Lehn - mein Jubiläumsfest 2010

Am 21. August 2010 hatte ich allen Grund zu feiern. 40 Jahre Hämodialyse – ohne jemals transplantiert zu sein. Einer der Menschen auf dieser Welt sein zu dürfen, die am längsten mit der Künstlichen Niere leben, war für mich der Anlass, mich bei meinen Ärzten, Schwestern und Technikern vom Nierenzentrum KfH Mainz, sowie bei meinen Vorstandskollegen der Dialysepatienten Mainz e.V., den Jungen Nierenkranken Deutschland e.V. und beim Bundesverband Niere e.V. für die gute Zusammenarbeit zu bedanken. Natürlich – nicht vergessen - habe ich meine ehemalige Ärzte und Schwestern, die mich in meiner langen Dialysezeit begleitet haben und denen ich viel zu verdanken habe, eingeladen. Meine Familie und beste Freunde durften bei meinem Dialysefest ebenso wenig fehlen.

Es sollte eine Veranstaltung werden, die zeigen sollte, dass man vier Jahrzehnte dialysieren kann, wenn viele Puzzleteilchen in einem Dialyseleben zusammenpassen und man sich mit seiner Erkrankung arrangiert.

Im Vorfeld plante ich diese Veranstaltung in wochenlanger Arbeit. Ich suchte Fotos aus, scannte sie ein und bearbeite Filme, die mal mit mir gedreht wurden. So konnte ich die Foto- und Filmeinblendungen an meiner Veranstaltung „Mein Leben mit der Dialyse“ meinen Gästen zeigen.

Fast alle meine Gäste hatten zugesagt und waren gekommen.

Freunde seit langer Zeit: Michael Lang und Galina Gibert (Eschborn)

Anita Seiler, Schwester Christa (KFH Mainz) und Willi Koller (Dialysepatienten Mainz e.V.)

Fr. Renschin (KfH Mainz), Herr Wachsmann (KfH), Prof Möhring (Heidelberg)

Dr. Überschaer (KfH Mainz), Dr. Röder (HELIOS Klinik Blankenhain), Frau Süper (LDI)

Offizielles Festprogramm

Durch das offizielle Programm führten meine Freunde und Mitbetroffene Willi Koller (Vorsitzender: Dialysepatienten Mainz e.V., stellver. Vorsitzender Bundesverband Niere e.V. und Martin. G. Müller stellver. Vorsitzender der Jungen Nierenkranke Deutschland e.V. und Regionalleiter Saarland).
Da wir sehr gute Freunde sind, und sie mich daher gut kennen, hatten sie viel über mich zu erzählen, was sicher für den ein oder anderen von meinen Gästen sehr amüsant und aufschlussreich war.

Der offizielle Part meiner Veranstaltung begann mit einer Einblendung meiner verstorbenen Freunde, die transplantiert oder an der Dialyse waren, und verstorbene Ärzte, die mir in der Vergangenheit sehr nahe standen und mich auf meinem Dialyseweg begleitet haben. Ich gedachte ihnen mit einer Bilderfolge „in memoriam“.

Dr. G. Renschin (KfH Mainz)

Über die Grußworte hinaus, hielt Herr Dr. G. Renschin vom KfH-Nierenzentrum Mainz, der mich schon über 28 Jahre in der Heim-Hämodialyse ärztlich betreut, und mit dem ich daher sehr gut vertraut bin, eine einfühlsame Rede.
Er betonte, um 40 Jahre eine effektive und langfristig gute Dialysebehandlung zu erhalten, gehöre nicht nur eine konsequente Umsetzung aller medizinischen Maßnahmen, sondern auch Disziplin und eine positive Einstellung zum Leben.
Dann könnte man auch ein fast normales Leben mit der Dialyse führen. Dies würde er an mir bewundern und ich sei ein Beispiel für andere Dialysepatienten.

Herr Prof. Dr. Dr. E. Ritz aus Heidelberg, den ich schon über 35 Jahre kenne, betonte in seinem Grußwort, dass er die Kinderdialyse in der Kinderklinik in Heidelberg mit aufgebaut hatte und mich auch aus dieser Zeit noch kennt.
Er nannte meinen Arzt, Dr. H.W. Schüler als Pionier in der Kinderdialyse. Er hob hervor, dass es wichtige Fortschritte in der Dialysemedizin im Laufe der letzen Jahrzehnte gegeben hat und die dem Dialysepatienten – so auch mir - zu Gute kamen und der Lebensqualität der Nierenpatienten deutlich half, die Dialysebehandlung besser zu vertragen. Er nannte u. a. das Medikament „EPO“, das die Anämie beim Dialysepatienten besiegte. An die Ultrafiltrationssteuerung, die eine konstanten und genauen Wasserentzug steuerte und somit eine schonende Dialysebehandlung nach sich zog.

Oder an die Bicarbonatdialyse, was eine Übersäuerung im Blut verhinderte und somit ebenfalls für eine besser zu vertragende Dialyse führte. Das sind nur einige Erneuerungen bzw. Erfindungen, die Herr Prof. Ritz nannte. Leider gäbe es bei Patienten, die sehr lange dialysieren, Begleiterscheinungen wie Amyloidose und Nervenerkrankungen.

Prof. Ritz hat sich bei mir bedankt, dass ich mich bereit erklärt hatte, bei seinem 31. Heidelberger Nephrologenseminar vor drei Jahren einen Vortrag über die Anfänge der Kinderdialyse und in diesem Jahr zum 34. Nephrologenseminar eine Rede über meine Erfahrung als Langzeitdialyse-patient gehalten habe.
Vor 40 Jahren hatte ich einen Scribner-Shunt, da es keine anderen Anschlussmöglichkeiten an die Dialyse gab.

Prof. Dr. Dr. E. Ritz

Heute kennt man einige Alternativen, wie z.B. PTFE und Katheder. Großen Dank bin ich Prof. Dr. Möhring verpflichtet, der mir in den 70iger Jahren den Scribner Shunt und eine AV Fistel Lösung, trotz meiner schlechten Blutgefäße, legen konnte. Prof. Brittinger aus Neckargemünd konnte leider aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen und ließ Grüße ausrichten. Ihm und seine Oberärzte verdanke ich, dass man immer einen Ausweg fand, mir einen brauchbaren Shunt zu legen. Meine letzte Shunt OP war 2004, an dem Prof. Britinger mir eine Kunststoffprothese implantierte.

Prof. Dr. K. Möhring

Dr. Th. K. Röder, ehemals Oberarzt bei Prof. Brittinger, den ich schätzen gelernt habe, hat den weiten Weg von Weimar nach Mainz gefunden, um mein Gast zu sein.
Mit Dr.Röder verbindet mich nicht nur der Vorname, sondern auch Symphatie und Anerkennung.

Dr. Th. Röder

Frau B. Süper

Besonders hat es mich gefreut, dass meine Abteilungsleiterin vom Landesbetrieb Daten und Information Rheinland Pfalz aus der Betriebsstätte Mainz sich nicht nehmen ließ, einige nette Begrüßungsworte und einige Worte über mein Arbeitsleben zum Ausdruck zu bringen. So verheimlichte sie nicht, dass ich schon 30 Jahre im Landesbetrieb beschäftigt bin und meine Arbeit als Systemtechniker, trotz dem Handykap Dialyse, gewissenhaft – wie ein gesunder Mensch – ausübe. Sie betonte, dass ich das komplexe Betriebssystem auf dem Großrechner betreue und ebenfalls, wie andere Kollegen im Team, seit über 12 Jahren Rufbereitschaftsdienst verrichte. Für die Zusammenarbeit bedankte sie sich bei mir und wünschte uns noch viele Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit.

Mein Freund Willi Koller lobte in seiner Begrüßungsrede meine Arbeit im Ehrenamt und im Verein. Er hob die Verdienste hervor, z.B. die Gründung des Mainzer Dialyse-Sportverein, der dieses Jahr schon fünf Jahre besteht. Natürlich erzählte Willi Koller einige erwähnenswerte Geschichten, die wir gemeinsam schon erlebt haben. Wir sind sehr gute Freunde. (In bestimmten Kreisen nennt man uns auch „die Zwillinge“).

Mein Freund Martin G. Müller plauderte in seiner Rede ein Geheimnis aus. Er erzählte über unser erstes Zusammentreffen in der Kinderdialyse in Heidelberg, als ich ihm, (Martin war damals 7 Jahre alt) davon abriet, Blumenwasser zu trinken. Als kleiner Junge konnte er noch nicht verstehen, dass er nicht viel trinken durfte. Aber auch über gemeinsame Aktionen, wie z. B. Tag der Organspende in Saarbrücken oder die Seminare, die wir zusammen veranstalteten, waren erfolgreich und immer sehr gut besucht.

Willi Koller

Martin Müller

Willi Koller

Martin Müller

Natürlich wäre mein Leben sinnlos, wenn nicht meine Frau hinter mir stehen würde. Daher widmete ich mein nächstes Film- und Fotoprogramm meiner Frau Beate, die ich schon 36 Jahre kenne, und mit der ich schon 26 Jahre verheiratet bin. Sie ist „Ein Diamant in meinem Leben“.

Nächster Programmpunkt – war eine Überraschung. Mein Vorstandskollege Otfried Herrmann brachte in seiner humorvollen Art und Weise einige lustige Verse und Reime zum Ausdruck. Dafür erntete er großen Applaus.

Mit einer mit Musik untermalten DiaShow zeigte ich die Menschen, die mein Leben mit der Langzeitdialyse bereichern und denen ich sehr mit großem Dank verbunden bin. In der DiaShow würdigte ich meine Eltern und Geschwister, meine Freunde, ohne deren Vertrauen und Freundschaft über so viele Jahre hinweg mein Leben nicht lebenswert oder nicht möglich gewesen wäre. Sie begleiten mich auf meinem nicht einfachen Weg.

Beate Lehn

Otfried Herrmann

Gerade als Heimdialysepatient ist man nicht nur mit den Ärzten, Schwestern und Techniker des KfH Nierenzentrum sehr verbunden, sondern auch mit den Mitarbeitern des Materiallagers des KFHs. An dieser Stelle bedanke ich mich bei der hervorragenden Betreuung, für den schnellen Einsatz bei technische Problemen bei der Heimdialyse, für die Organisation und den reibungslosen Ablauf bei der Materiallieferung.

Nach einer Kaffeepause hielt mein Dialysearzt aus der Heidelberger Kinderdialyse Herr Dr. Hans Tonessen die Laudatio.

In seiner humorvollen Art erzählte er über meine Entwicklung vom „Tommy zum Thomas“. Er betonte, dass ich mich schon immer für meine Erkrankung interessiert habe und ihm schon als junger Patient Löcher in den Bauch gefragt habe. Meine Gäste hörten gespannt zu, als Dr. Tonessen erzählte, als ich nach einem schweren Autounfall 1974 in der Schweiz mit dem Learjet nach Heidelberg geflogen wurde. Eindrucksvoll erzählte er die Landung des Flugzeugs und was dabei passierte.

Dr. H. Tonessen

Ein Ärztestab, darunter auch Dr. Tonessen, war mit dem Krankenwagen zum Militärflughafen in Heidelberg gekommen, um mich zu empfangen. Durch einen schweren Autounfall in den Schweizer Bergen war ich so schwer verletzt, dass ich mit der Schweizer Flugwacht nach Heidelberg geflogen werden musste.
Die Landebahn war zum Landen für den schnellen Learjet viel zu kurz und man alarmierte aus Sicherheitsgründen die Flughafenfeuerwehr. Als nun der Rettungsjet mit mir am Bord mit einen Affentempo ankam und landete, hielt jeder den Atem an. Glücklicherweise konnte der Pilot den Jet auf dem letzten Meter der Landebahn zum Stillstand bringen. Was nun geschah, konnten die Ärzte kaum glauben: Der Pilot war eine gut aussehende langmähnige blonde Pilotin. Sie zog ihre Sonnenbrille ab und begrüßte die Ärzte, übergab mich und so schnell wie die Dame gelandet war, war sie auch wieder in der Luft. Meine Ärzte waren von diesem fernsehreifen Auftritt fasziniert; leider habe ich davon nichts mitbekommen.
In humorvoller Weise erinnerte Dr. Tonessen noch an gute und schlechte Zeiten in der Kinderdialyse Heidelberg. Ich erinnerte mich und konnte ihm mit gutem Gewissen sagen, dass ich eine schöne Kindheit und Jugendzeit – trotz Dialysebehandlung – hatte.

Der vorletzter Programmpunkt waren meine „Lebensbilder“. Ein Raster von Bildern und Filme, die meine 40 Jahre Dialyse in 10 Minuten zusammenfasste.

Aus Zeitgründen verschob ich meinen Festvortrag nach dem Abendessen, in dem ich alle meine Gäste würdigte und mich bei Ihnen bedankte.

Es war ein unvergesslich gelungenes Fest unter Freunden mit wichtigen Menschen in meinem Leben. Ich wünsche mir, dass ich 50 Jahre Dialyse wieder mit vielen von ihnen feiern kann!

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